Köln 2004

Motto


Möppes

Highlights

Ringfest
Jeweils 5 Minuten mit Fury in the Slaughterhouse und Motorhead
Kuba-Charly (eine Stadtrundfahrt ganz anderer Art)
Kölsch war jedenfalls keins
die Planung


Anreise / Abreise

Ja wir haben es wieder getan!

Wir reisten wieder mit der deutschen Bundesbahn.

Seit der Exkursion nach Dresden und dem erlittenen Unbill vor einem Jahr hat niemand von uns wieder einen Zug zum Zwecke der Fernreise betreten. Die von der Bahn als Wiedergutmachung spendierten Gutscheine verschimmelten bis zum Ablauf der Gültigkeit an einem nicht näher bekannten Ort.

Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit konnte uns eigentlich nichts schlimmes passieren - doch auf der Rückreise wurden wir wieder Opfer des Unternehmens Bahn. Bei Aussentemperaturen von ca. 25 Grad Celsius bezogen wir unseren Intercity-Wagen in dem schon auf dem Hauptbahnhof Köln eine Innentemperatur von ca. 40 Grad herrschte. Innerhalb kürzester Zeit war man im Zug völlig verölt und verschwitzt. In den Hitech-Wagons der DB sind Hitech-Klimaanlagen installiert, die niemand vom Zugpersonal instandsetzen oder austricksen kann (wahrscheinlich ein Siemens-Fabrikat). Fenster die sich aufmachen lassen oder andere Lüftungsöffnungen braucht man in so einem tollen Wagen natürlich nicht.

Fairerweise muss man sagen, dass nur unser Wagon (ja wir hatten wieder Platzreservierungen) betroffen war - Fahrgäste die auf der Suche nach Sitzplätzen unseren Wagon betraten, stießen jeweils nach Betreten angesichts der Hitze und dem Geruch der Körperausdünstungen schlimmste Verwünschungen aus.



 

Auf der Hinreise war die Welt noch in Ordnung

Unterkunft

Ein Hostel der Bundesbahn. 5-Bett-Zimmer in dunkelblau und gelb gehalten mit Ikea-Beistelltischchen.


 

Hostel Station

Spirituosen

In Köln trinkt man anscheinend ein eher fades kaum alkoholhaltiges Getränk namens Kölsch das offensichtlich ähnlich wie Bier gebraut wird (jedes 2 Haus in der Kölner Innenstadt ist jedenfalls eine Kölsch-Brauerei). Glücklicherweise wird es in sehr kleinen Gläsern kredenzt.
Vernünftige Getränke sind nur in exotischen Läden (positiv vermerkt sei wieder der Irish Pub) und eventuell außerhalb des Stadtgebietes erhältlich - unser Taxi-Fahrer Charly erwähnte Fuchtbewegungen der Bevölkerung in nahegelegene Weinanbaugebiete per Rhein-Schiff.


Soziologie der Urbevölkerung

Obwohl Köln als Metropole der Homosexuellen gilt, haben wir auf unserem Exkursionswochenende ungelogen 23 verschiedene Gesellschaften gezählt, die einen Jungsesellenabschied "feierten". Neben der schier unglaublichen Anzahl der offensichtlich heterosexuellen Aspiranten, die sich lemmingartig in den Ehehafen stürzen wollten, überraschte die Dekadenz der Vorführungen: Ein zukünftiger Bräutigam ließ sich rote Rosen in den Anus stecken und Fotos mit der durchführenden, meist weiblichen Person von "Angesicht" zu Angesicht aufnehmen. Fast noch unerträglicher war die Darbietung einer Brautgesellschaft, die unaufgefordert lokales Liedgut auf kölsch vortrug, während wir verzweifelt versuchten mit 0,18l-Gläsern auf Pegel zu kommen.
Keinesfalls unerwähnt bleiben darf die Döner-Budenbesitzerin, die uns nur weil wir 4-5 mal sagten, wir hätten unseren Döner gern scharf, vergiften wollte. Selbst unser deutscher Kollege türkisch-palästinensischer Abstammung bekam einen roten Kopf beim Essen. Einzelstimmen behaupten, es handele sich um einen Racheakt, weil wir liebenswürdigerweise auf die Ratte hingewiesen hatten, die durch die Küche lief.


Lieber Verfassungsschutz, liebe Internet-Polizei, uns ist klar, das auf dieser Seite einige Schlüsselwörter (Slaughterhouse, Homosexualität, Anus, vergiften, palästinensisch) auftauchen, die Sie zu der Annahme veranlassen könnten, wir wären interessant für Sie - seien Sie versichert: dem ist nicht so. Gemäß unseres Auftrages haben wir versucht eine wissenschaftliche, objektive Berichterstattung aus Köln niederzuschreiben. Für Sie relevante Personenobjekte finden Sie direkt in Köln zuhauf!

Die Planung